Trainingsraum – Verantwortung übernehmen und Verhalten reflektieren
An unserer Schule unterstützen verschiedene pädagogische Fachkräfte unsere Schüler*innen dabei, ihre sozialen Fähigkeiten zu entwickeln und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Dabei orientieren wir uns an den aktuellen Richtlinien der Förderschule Geistige Entwicklung des Ministeriums für Schule und Bildung NRW. Der Trainingsraum ist ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Gesamtkonzepts.
Kernidee / Ziel
Ziel des Trainingsraums ist es, Schüler*innen darin zu stärken, respektvoll miteinander umzugehen, Konflikte angemessen zu lösen und Regeln gemeinsam einzuhalten. Unsere Schule versteht soziale Bildung als wichtigen Bestandteil des Unterrichts – im Sinne eines demokratischen, wertschätzenden Miteinanders. Deshalb gelten für alle folgende Grundsätze:
- Jede*r Schüler*in hat das Recht, ungestört zu lernen.
- Jede Lehrkraft hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
- Alle achten die Rechte der anderen.
Umsetzung im Schulalltag
Wenn es trotz klarer Regeln zu Störungen kommt, wird der/die Schüler*in zunächst von der Lehrkraft auf das Verhalten aufmerksam gemacht. Entscheidet sich der/die Schüler*in weiter zu stören, geht er/ sie in den Trainingsraum. Dort arbeitet eine pädagogische Fachkraft mit ihm/ihr an einer sachlichen Reflexion der Situation.
Die Schüler*innen bearbeiten einen Rückkehrplan, in dem sie ihr Verhalten benennen, Alternativen entwickeln und konkrete Ziele für die Rückkehr in die Lerngruppe formulieren. Dieser Prozess unterstützt sie dabei, Handlungskompetenzen aufzubauen und eigenes Verhalten zunehmend selbst zu steuern.
Nutzen für Eltern/Erziehungsberechtigte und Schüler*innen
Eltern erleben, dass ihr Kind zunehmend klare Strukturen, Verlässlichkeit und Sicherheit im Schulalltag erfährt. Schüler*innen lernen, Schwierigkeiten anzusprechen, Konflikte sozialverträglich zu lösen und Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Dadurch stärken wir gemeinsam Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und ein positives Schulklima.